Rohmilch wird nach dem Melken nur filtriert und gekühlt. Das Melken in einem Kuhstall ist kein steriler Prozess: Daher kann eine Verunreinigung von Rohmilch mit Krankheitserregern wie Listerien, Campylobacter oder STEC (Shigatoxin bildende Escherichia coli) auch bei einer vorbildlichen Melkhygiene niemals gänzlich ausgeschlossen werden.
Infektionen mit diesen Bakterien können zu schwerwiegenden Erkrankungen mit unter Umständen lebensbedrohlichen Folgen führen. Besonders Kleinkinder, ältere Menschen, Schwangere oder immungeschwächte Personen haben ein erhöhtes Risiko.
Bei Rohmilch, die direkt an Konsument:innen abgegeben wird, z. B. über Rohmilchautomaten oder im Hofladen, muss daher der Hinweis „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ angebracht sein. Bei regelmäßig durchgeführten Schwerpunktkontrollen überprüfen wir, ob Rohmilch eine erhöhte Keimbelastung aufweist und ob sie korrekt gekennzeichnet ist.