So bleibt dein Lebensmittel sicher

Sicher kochen

Lebensmittel sind sicher. Dafür sorgt ein EU-weites dichtes Kontrollnetz vom Acker bis zum Teller, das sowohl Erzeugerinnen oder Erzeuger und Handel als auch Gastronomie umfasst. Konsumentinnen und Konsumenten können jedoch auch selbst einen Beitrag leisten, damit Lebensmittel sicher bleiben.

Ab dem Einkauf liegt die Verantwortung für die Sicherheit von Lebensmitteln nämlich bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Denn Fehler beim Transport und bei der Lagerung, aber auch Fehler bei der Zubereitung können dazu führen, dass ein an sich sicheres Lebensmittel dennoch ungenießbar wird oder im schlimmsten Fall sogar die Gesundheit schädigt. Der Großteil der Erkrankungen, die durch Lebensmittel verursacht werden, haben ihren Ursprung zuhause.

Die Einhaltung allgemeiner Küchenhygiene-Regeln zu Hause spielt eine wichtige Rolle bei der Vermeidung von lebensmittelbedingten Infektionen. Durch das Einhalten der folgenden Tipps bleiben Ihre Lebensmittel sicher!

Im Rahmen der Awareness-Kampagne #EUChooseSafeFood (Sichere Lebensmittel für die EU) informieren wir in Kooperation mit der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA über wichtige Themen rund um die Lebensmittelsicherheit.

Kühl‘ es: Lebensmittel sicher lagern

Keime können sich sehr schnell vermehren, wenn Lebensmittel bei Raumtemperatur gelagert werden. Bei Temperaturen unter 5 °C wird das Wachstum der meisten Keime verlangsamt oder gestoppt.

Kühlkette einhalten

Beim Einkauf leichtverderbliche Lebensmittel z. B. rohes Fleisch, Fleischerzeugnisse, roher Fisch oder Milchprodukte und tiefgefrorene Lebensmittel zum Schluss aus dem Kühlregal nehmen. Für den Transport dieser Lebensmittel eine Kühlbox oder Kühltasche verwenden, so rasch wie möglich nach Hause transportieren und Zuhause sofort kühlen. Beim Kochen leicht verderbliche Lebensmittel erst unmittelbar vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Angetaute und aufgetaute Lebensmittel aus dem Gefrierfach nicht wieder einfrieren.

Kühlschrank richtig einstellen und einräumen

Kühlschranktemperatur zwischen 1 und 5 °C einstellen.

Im Kühlschrank herrscht in den unterschiedlichen Fächern eine unterschiedliche Temperatur. In der Obst- und Gemüselade sowie in der Türe ist es am wärmsten. Besonders empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Fisch über der Gemüselade lagern, dort ist es am kältesten. Optimal werden unterschiedliche Lebensmittel im Kühlschrank in getrennten, flüssigkeitsdichten und sauberen Behältnissen (ideal: verschließbare Dosen) aufbewahrt.

Leicht verderbliche Lebensmittel, die zuerst verbraucht werden müssen, vor jene, die länger haltbar sind, stellen.

Kühlschranktüre nur kurz öffnen. Auch wenn etwas nur kurz aus dem Kühlschrank genommen wird (wie etwa Milch für den Kaffee), zwischenzeitlich die Kühlschranktüre schließen.

Kälteunempfindliches frisches Obst und Gemüse (wie Beeren und Sprossen) sollte in dem für diese Lebensmittel vorgesehenen Fach des Kühlschrankes gelagert werden. Aufgeschnittene Melonen sollten durchgehend gekühlt gelagert oder innerhalb von 2 Stunden verzehrt werden.

Gekochte Speisen rasch abkühlen und kühl lagern

Gekochte Speisen rasch abkühlen, nicht über mehrere Stunden bei Raumtemperatur aufbewahren. Dafür Speisen in kleinere Portionen teilen und in ein kaltes Wasserbad stellen. Nach dem Abkühlen im Kühlschrank lagern.

Richtig Einfrieren

In Tiefkühlschränken, -fächern oder -truhen ist Sauberkeit wichtig, daher Lebensmittel ungeöffnet, flüssigkeitsdicht und von außen nicht verschmutzt/fettig/klebrig lagern. Das Tiefkühlgerät hat gegenüber dem Kühlschrank den Vorteil, dass sich Erreger bei Minustemperaturen nicht vermehren können. Viele Erreger sterben jedoch bei Minusgraden nicht ab und können sich nach dem Auftauen wieder vervielfältigen.

Einstellen der Lagertemperatur

Lagertemperatur auf zumindest -18 °C einstellen, besser noch darunter. Dann sollten fast alle Lebensmittel in entsprechender Verpackung ca. 10 Monate haltbar sein.

Richtig Vorbereiten

Die richtige Vorbereitung ist wichtig: Das Säubern, Zerkleinern, etc. lässt sich vor dem Einfrieren wesentlich besser bewerkstelligen als nach dem Auftauen.

Richtig Verpacken

Zum Einfrieren im Haushalt ausschließlich gefriergeeignete Materialien verwenden. Das sind Gefrierbeutel, Kunststofffolien oder stapelbare Plastikboxen mit einem dicht schließenden Deckel. Ungeeignet sind Pack- und Pergamentpapier, Plastiktragetaschen oder Müllsäcke sowie Joghurt- oder Margarinebecher und Gläser, die brechen oder splittern können.

Ungeeignete oder zu dünne Materialien können Sauerstoff oder Gerüche durchdringen lassen. Sorgen Sie nach weitgehender Entfernung der Luft für einen möglichst dichten Verschluss. Undichtheit oder zu viel Luft führen zu Gefrierbrand, dabei trocknet die Oberfläche aus. Das ist nicht gefährlich, aber der Genusswert leidet. Vakuumieren und verschweißen ist ideal, alternativ kann der Gefrierbeutel auch mit einer speziellen Verschlussklammer oder einem festen Knoten verschlossen werden. Eine Büroklammer ist nicht geeignet. Dosen nur dann verwenden, wenn diese auch im gefrorenen Zustand dichthalten und möglichst voll befüllt werden können.

Rasch Einfrieren

Der Einfrierprozess sollte möglichst rasch erfolgen um einen Qualitätsverlust zu vermeiden. Zubereitete Lebensmittel vor dem Einfrieren abkühlen lassen, damit sich kein Kondenswasser im Gefrierfach bildet. Dieses würde gefrieren und große Eiskristalle auf der Speise bilden. Vor dem Einfrieren das Tiefkühlgerät einige Stunden vorher (ein weitgehend gefülltes besser schon am Vortag) auf volle Kühlleistung einstellen. Keine zu großen Packungen einfrieren und Beutel möglichst flach befüllen, diese beim Einfrieren nicht übereinanderlegen.

Aufgetaute Lebensmittel nicht wieder einfrieren

Viele Keime sterben bei Minusgraden nicht ab und können sich nach dem Auftauen wieder vermehren. Besonders heikel sind in dieser Hinsicht leicht verderbliche Lebensmittel wie rohes Fleisch und Fisch oder Rohmilchprodukte. Bereits aufgetautes rohes Fleisch oder aufgetauter Fisch vor dem nochmaligen Einfrieren auf jeden Fall völlig durchgaren (mind. 70 °C für 2 Minuten im Kern des Lebensmittels).

Wenn etwas nur angetaut oder die Auftauphase kurz war, ist das Wiedereinfrieren aus mikrobiologischer Sicht kein Problem, allerdings können die Qualitätsverluste drastisch sein.

Gefrierbrand ist schlecht für die Qualität

Beim Einfrieren von Lebensmitteln gefriert das Wasser, das in den Zellen enthalten ist, zu Eiskristallen und zerstört die Zellwände. Beim Auftauen tauen diese Eiskristalle ebenfalls auf, das Lebensmittel verliert Wasser: Dadurch kommt es zu einem Gewichtsverlust und das zubereitete Lebensmittel ist trockener als frisch Zubereitetes.

Beim Wiedereinfrieren bilden sich aus dem Auftauwasser größere Eiskristalle aus, die noch mehr Zellen zerstören. Das Lebensmittel weist in Folge trockene Stellen, den so genannten Gefrierbrand, auf.

Produkte, die im Handel gefroren angeboten werden, sind in der Regel schockgefroren. Diese Lebensmittel werden innerhalb sehr kurzer Zeit auf die gewünschte Lagertemperatur von - 18 °C oder niedriger abgekühlt. Durch diesen raschen Prozess bleiben die Zellwände intakt (es bilden sich nur sehr kleine Eiskristalle) und Lebensmittel behalten ihre Konsistenz und andere Eigenschaften wie Aromen etc.

Richtig Auftauen

Gefrorene Lebensmittel und Speisen in flüssigkeitsdichten und sauberen Behältnissen verschlossen im Kühlschrank auftauen lassen. Einer Übertragung von Keimen über abtropfenden Fleischsaft auf jene Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden (z. B. Früchte, Salate), wird damit vorgebeugt. Auftauwasser sorgfältig entfernen und benutztes Küchengeschirr – Messer, Schneidbretter und auch die Hände – gut mit Spülmittel oder Seife und heißem Wasser reinigen.

Trenn‘ es: Lebensmittel sicher verarbeiten

Keime und Schimmel können zwischen Lebensmitteln übertragen werden. Auch über Tiere gelangen Keime in die Küche.

Rohe von gekochten Lebensmitteln trennen

Rohes Fleisch, Geflügel, Eier, Fisch und Meerestiere und davon austretende Flüssigkeiten unbedingt von Essfertigem z.B. Salat, Gemüse oder fertig gegarten Speisen trennen. Für die Zubereitung separate Küchenutensilien (z. B. Kochlöffel, Schneidbrett, Messer) und Arbeitsflächen verwenden. Rohe und gekochte Lebensmittel getrennt, in flüssigkeitsdichten und sauberen Behältnissen verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Obst und Gemüse getrennt lagern

Verschiedene Obst- und Gemüsesorten voneinander getrennt lagern. Äpfel, Avocados, Birnen, Gurken und Paradeiser beschleunigen den Reifungsprozess von anderem Obst und Gemüse. Obst und Gemüse aus der Plastikfolie auspacken, ansonsten kann sich Kondenswasser bilden, das die Keimbildung anregt und zur Schimmelbildung führen kann. Auch Schimmelkäse getrennt von anderen Käsesorten lagern, da neben ihm anderer Käse schneller zu schimmeln beginnt.

Haustiere fernhalten

Haustiere von Arbeitsflächen, Lebensmitteln und fertigen Speisen fernhalten. Nach dem Berühren von Tieren unbedingt die Hände waschen, bevor Lebensmittel oder Speisen angegriffen werden.

Wasch‘ es: Lebensmittel sauber halten

Keime sind überall und können durch Menschen und Küchenutensilien auf andere Lebensmittel übertragen werden. Keime mögen Schmutz!

Hände waschen

Hände regelmäßig waschen: vor der Zubereitung von Speisen, unmittelbar nach dem Kontakt mit Lebensmitteln, Tieren und Abfall sowie nach dem Toilettengang. Hände mit warmem Wasser und Seife waschen, dabei nicht die Fingerzwischenräume, die Daumen und den Bereich unter den Fingernägeln vergessen. Zum Abtrocknen der Hände saubere Handtücher verwenden.

Rohes Obst und Gemüse waschen

Rohes Obst und Gemüse vor dem Essen gründlich mit fließendem Trinkwasser waschen (mindestens 30 Sekunden), wenn möglich kräftig reiben und warmes Wasser verwenden, sowie gegebenenfalls schälen. Nach dem Waschen mit Einmalpapier (Küchenrolle) abtrocknen.

Kühlschrank sauber halten

Kühlschrank regelmäßig mit einem haushaltsüblichen Reiniger reinigen, auch Schwitzwasser und Feuchtigkeit beseitigen. Bei Bedarf vorher abtauen (Vereisung als Quelle für Schwitzwasser vermeiden). Das Gefrierfach ebenso regelmäßig abtauen und reinigen.

Küchenutensilien, Arbeitsflächen, Geschirr und Behältnisse reinigen

Behältnisse und Geschirr heiß spülen, am besten im Geschirrspüler. Bei Risikopersonen (betagt, immungeschwächt, schwanger) Eco- und Niedrigtemperaturprogramme vermeiden. Sämtliche Küchenutensilien, Arbeitsflächen und -geräte, die mit rohen Lebensmitteln (insbesondere mit rohem Geflügel oder rohen Eiern) in Kontakt waren, mit Spülmittel und heißem Wasser reinigen. Für die Reinigung am besten Einmalpapier (Küchenrolle) verwenden. Hand-, Geschirr- und Putztücher sowie Schwämme bei mind. 60 °C regelmäßig waschen bzw. wechseln. Abfallbehälter regelmäßig leeren und reinigen.

Check‘ es: Lebensmittel überprüfen

Durch beschädigte Verpackungen oder bei falscher/zu langer Lagerung können Keime und Schimmelpilze in ein Lebensmittel gelangen. Viele Lebensmittel sind nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar.

Beim Einkauf Lebensmittelverpackung überprüfen

Beim Einkauf auf die Unversehrtheit der Lebensmittelverpackungen achten. Defekte oder zerbeulte Konserven nicht mehr kaufen.

Haltbarkeit überprüfen

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bei Lebensmitteln mindestens einmal pro Woche überprüfen. Beim Mindesthaltbarkeitsdatum garantieren die Herstellerin und der Hersteller, dass das Produkt bei einer ordnungsgemäßen Lagerung seine volle Genusstauglichkeit mindestens bis zu diesem Zeitpunkt behält. Dabei sind die Lebensmittelproduzentinnen und -produzenten allerdings sehr vorsichtig, da das Gesetz vorschreibt, dass sie für die größtmögliche Sicherheit der Konsumentinnen und Konsumenten garantieren müssen.

Generell bedeutet das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht, dass ein Lebensmittel nicht mehr genussfähig ist. Das heißt, dass ein Lebensmittel üblicherweise länger haltbar ist als es das Mindesthaltbarkeitsdatum anzeigt. Um wie viel länger ist abhängig vom Produkt und auch von der Lagerung des Produktes bis zu diesem Zeitpunkt.

Vor dem Verarbeiten bzw. Verzehr Lebensmittel auf Auffälligkeiten überprüfen. Dabei mehrere Sinne einsetzen: riechen, begutachten, betasten und auch schmecken (etwa Milch, bevor man sie in den Kaffee schüttet).

Verbrauchsdatum

Sehr leicht verderbliche Waren (z. B. Fisch und rohes Fleisch) haben ein Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis"). Ein Lebensmittel, bei dem dieses Datum überschritten ist, gilt nicht mehr als sicher. Es sollte auf keinen Fall mehr gegessen, sondern sofort entsorgt werden.

Verdorbene Lebensmittel nicht mehr essen

Verschimmelte Lebensmittel nicht mehr essen. Das bloße Entfernen des sichtbaren Schimmels ist nicht ausreichend. Denn mögliche Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) verbleiben nicht notwendigerweise im sichtbaren Schimmel (Pilzkörper), sondern können sich im gesamten Lebensmittel verbreiten. Große Anteile eines Pilzes sind oft unsichtbar. Kochen oder Backen ist wegen der Resistenz der Gifte auch keine Alternative. Wegschneiden ist, wenn überhaupt, nur bei Lebensmitteln wie Speck und Hartkäse, an denen der Schimmel nur an der Oberfläche wachsen kann, zu empfehlen (mindestens 1-2 cm).

Anzeichen von Verderb

Trifft auch nur ein Merkmal zu, das Lebensmittel nicht mehr verzehren:

  • Geruchs- und Geschmacksveränderungen (ranzig, schimmelig, muffig)
  • Sichtbare Schimmelbildung (das gesamte Lebensmittel wegwerfen)
  • Auffällige Konsistenz (feucht, verklumpt)
  • schmierige Oberfläche
  • Verfärbung, angetrocknete Stellen
  • Insektenbefall („Fäden“ deuten auf Motten hin)
  • Rosten von Behältern/Deckeln
  • Aufblähen von Behältern/Konserven (auf keinen Fall öffnen und wegwerfen)
  • Gefrierbrand

Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

  • Sparsamer einzukaufen. Nicht hungrig einkaufen gehen. Vor jedem Einkauf eine Liste schreiben.
  • Abgelaufene Lebensmittel nicht gleich entsorgen, sondern mit mehreren Sinnen auf Genusstauglichkeit überprüfen.
  • Semmeln und Gebäck vom Vortag einfach mit kaltem Wasser bepinseln und für ca. 10 Min. in den Ofen geben.
  • Zu viel Brot aufschneiden und einfrieren. Portionsweise kann es im Toaster oder im Backofen aufgebacken werden.
  • Butter portionsweise einfrieren.
  • Hartkäse, der angetrocknet ist aber noch gut riecht, kann z.B. gerieben in einem Auflauf verarbeitet werden. Dabei jedoch gut erhitzen.
  • Wassertest für Eier: Um die Frische eines rohen Eies zu überprüfen, dieses in kaltes Wasser legen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Dichte ab. Geht das Ei unter und bleibt flach auf dem Boden liegen, ist es frisch. Etwas ältere Eier schweben im Wasser und sollten so bald wie möglich verarbeitet und gut erhitzt werden. Vorsicht, wenn das Ei bereits oben aufschwimmt bzw. wenn die stumpfe Spitze aus dem Wasser ragt. Dann sollte es nicht mehr gegessen werden.

Koch‘ es: Lebensmittel richtig kochen

Die meisten Keime in einem Lebensmittel werden durch Erhitzen auf über 70 °C für 2 Minuten abgetötet.

Lebensmittel ausreichend erhitzen

Lebensmittel, insbesondere Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier oder Meerestiere, gut abkochen bzw. durchgaren. Fleisch muss sich im Inneren von rot nach grau oder braun verfärben und beim Anschneiden soll der austretende Fleischsaft nicht rosa sein. Im Zweifelsfall die Temperatur mit einem Fleischthermometer überprüfen. Fisch so lange erhitzen, bis das Fischfleisch sein glasiges Aussehen verloren hat und sich leicht mit der Gabel zerteilen lässt.

Durch kurzzeitiges Blanchieren von Obst und Gemüse (1 Minute eintauchen in kochendes Wasser) kann eine Keimverminderung erreicht werden. Besonders empfindliche Personen sollten Sprossen und Tiefkühlbeeren nur gut durcherhitzt verzehren.

Vergolden statt Verkohlen

Beim Backen, Braten und Frittieren von Kartoffel- und Getreideprodukten möglichst geringe Temperaturen und kurze Garzeiten verwenden. Je stärker ein Lebensmittel gebräunt ist, desto mehr gesundheitsschädliches Acrylamid ist darin enthalten. Daher gilt beim Backen: mit Umluft max. 180 °C, ohne Umluft 200 °C; beim Braten: nur goldgelb, nicht goldbraun; beim Frittieren: 160-175 °C; beim Toasten: nur kurz & leicht bräunen.

Gekochte Speisen vor dem Essen wieder aufwärmen

Reste von Speisen vor dem Essen wieder gründlich durcherhitzen (mind. 65 °C).

Lebensmittel richtig grillen

Beim Grillen können durch den Verbrennungsprozess gesundheitsschädliche Substanzen entstehen. Außerdem kann Aluminium aus Grilltassen beim Grillen aufgrund saurer bzw. salzhaltiger Marinaden in das Grillgut übergehen. Beim Grillen gibt es daher ein paar Grundregeln zu beachten:

Grillgut braucht Hitze, aber keine Flammen und Rauch

Wenn beim Grillen Flammen oder Rauch auf das Grillgut gelangen, entstehen gesundheitsschädliche Substanzen, die als Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bezeichnet werden. PAK ist eine Sammelbezeichnung für weit über 100 bestimmte chemische Stoffe. Eine der bekanntesten ist Benzo(a)pyren, das krebserregend ist und u. a. beim Grillen entsteht, wenn Fett vom Grillgut auf die heiße Glut tropft.

Bei diesen Substanzen handelt es sich um feste, meist farblose, chemisch stabile, jedoch lichtempfindliche Verbindungen, die in Fett gut, in Wasser jedoch schwer löslich sind. Viele PAKs sind krebserregend bzw. erbgutverändernd. Sie entstehen durch unvollständige Verbrennungsprozesse von organischen Materialien (Holz, Kohle, Benzin, Öl, Tabak, Abfälle), aber auch beim Grillen, Braten, Räuchern oder Trocknen von Lebensmitteln. Sie treten dabei immer als Gemisch auf und verbreiten sich mit Rauch, Flugstaub und Rußpartikeln.

Salz und Zitrone von Aluminium-Grilltassen fernhalten

 

Beim Grillen werden oft Grilltassen verwendet, damit Marinaden nicht in die Glut tropfen. Aus Aluminiumgeschirr kann jedoch bei Kontakt mit Säure (z. B. Zitrone) oder Salz Aluminium vom Behältnis auf das Lebensmittel übergehen. Dieser Vorgang wird durch Hitzeeinwirkung, z. B. beim Grillen, noch verstärkt. Wenn Aluminiumtassen zum Grillen verwendet werden, die Lebensmittel erst nach dem Grillen auf dem Teller salzen oder mit Zitrone würzen. Dies ist auch beim Marinieren zu beachten: Grillgut, das mit Salz und Zitrone gewürzt ist, nicht in Aluminiumbehältern aufbewahren. Dasselbe gilt für die Zubereitung von Fisch am Griller oder im Backrohr: diesen nicht mit Salz/Zitrone mariniert in Alufolie garen.

Grundsätzlich zur Zubereitung und Aufbewahrung von sauren oder salzhaltigen Lebensmitteln (z. B. Zitrone, Sauerkraut, Paradeiser, saures Obst, Grillmarinaden), wegen der zu erwartenden Aluminiumabgabe, keine Gegenstände und Kochgeschirr aus unbeschichtetem Aluminium verwenden. Dies trifft auch auf Aluminiumfolien zum Abdecken saurer oder salzhaltiger Lebensmittel (Obstkuchen) zu.

Bierdosen eignen sich nicht zum Grillen

Es gibt einige Kochrezepte, die das Grillen eines Huhns auf einer Bierdose beschreiben. Bei dieser Art der Zubereitung werden besonders die Einfachheit der Vorgehensweise und der Übergang von Bieraromen in das Hühnerfleisch beworben, jedoch wird von dieser Zubereitungsart dringend abgeraten, da gesundheitsschädliche Stoffe entstehen können.

Das tatsächliche Gefahrenpotenzial ist derzeit schwer abschätzbar. Fest steht, dass die Druckfarben und Lacke auf der Dosen-Außenseite nicht für Lebensmittel geeignet sein müssen und auch die Doseninnenbeschichtung nur für die vorhergesehene Verwendung als Getränkeverpackung überprüft und zulässig ist. Bei den hohen Zubereitungstemperaturen können sich bisher nicht untersuchte und sogar gesundheitsschädliche Stoffe bilden. Durch diese zweckfremde Verwendung von Bierdosen gehen nicht nur die erwünschten Aromen, sondern möglicherweise auch Schadstoffe direkt in das Grillfleisch über.

Wer auf diese Zubereitungsform nicht verzichten möchte, sollte sogenannte „Hähnchengriller“ verwenden. Diese haben die gleiche Funktion, bestehen aus geeignetem Material (z.B. Edelstahl) und sind überdies auch wieder verwendbar.

Weitere Fachinformation des Deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung

Tipps für richtiges Grillen:

  • Werden Aluminium-Tassen verwendet, Grillgut erst nach dem Grillen mit Salz und Zitrone würzen, damit Aluminium nicht vom Behältnis aufs Lebensmittel übergeht.
  • Öl nur sparsam verwenden bzw. sorgfältiges Abtupfen der ölhaltigen Marinade, damit Fett vom Grillgut nicht auf die heiße Glut tropft und verbrennt. So wird die Entstehung von PAKs vermieden.
  • Verbrannte Stellen nicht essen, sondern wegschneiden.
  • Auf das Grillen von gepökeltem Fleisch und gepökelten Würsten verzichten: das zum Pökeln verwendete Nitrat wird in der Hitze zu gesundheitsgefährdenden Nitrosaminen umgewandelt.

Genieß‘ es: Richtige Ernährung

Kein Lebensmittel enthält alle Inhaltsstoffe, die wir täglich brauchen. Das geht nur mit abwechslungsreicher Ernährung.

Die Basis einer ausgewogenen Ernährung sind pflanzliche Lebensmittel. Die Hälfte der Lebensmittel, die wir täglich essen, sollte aus Obst und Gemüse stammen, ein Viertel aus stärkehaltigen Lebensmitteln, wie z. B. Getreide und Kartoffeln und das letzte Viertel aus eiweißreichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, fettarmem Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten. Fettreiche, zuckerreiche und salzhaltige Lebensmittel sollte man nur in kleinen Mengen essen.

Nahrungsergänzungsmittel können eine abwechslungsreiche Ernährung nicht ersetzen. Mehr Informationen zu Nahrungsergänzungsmitteln finden Sie hier.

Weiterführende Informationen zu einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung finden Sie unter „Richtige Ernährung für jedes Alter“, „die Österreichische Ernährungspyramide“ und „WHO Zucker Empfehlungen“.

Aktualisiert: 19.09.2022

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