Krankheitserreger profitieren vom Klimawandel

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die direkt oder indirekt zwischen Tier und Mensch übertragen werden können. Mehr als die Hälfte aller für den Menschen krankmachenden Erreger können zwischen Menschen und Tieren übertragen werden und viele davon auch bei Tieren Erkrankungen auslösen. Viele Krankheitserreger wie z. B. das West-Nil-Virus oder FSME werden durch Stechmücken oder Zecken übertragen: Man spricht dann von so genannten Vektoren. Diesen vektorübertragenen Krankheiten kommt dabei besondere Bedeutung zu, weil sich darunter auch Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder das Hämorrhagische Krim-Kongo-Fieber finden, die bei uns zwar noch nicht vorkommen, in Folge der Klimaerwärmung aber immer näher rücken – ihre möglichen Überträger wie die Asiatische Tigermücke oder die tropische Zecke Hyalomma sind schon da.

Aus diesem Grund überwachen wir das Auftreten und die Verbreitung solcher Vektoren, um „neue“ Krankheitserreger schnellstmöglich zu entdecken. Wir beteiligen uns auch an internationalen Forschungsprojekten, z. B. an einem mobilen Hochsicherheitslabor, mit dem auch in abgelegenen Gebieten an Ort und Stelle Proben von Menschen, Tieren und aus der Umwelt untersucht werden können.

Erreger folgen den Temperaturen

Aktualisiert: 13.01.2023